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Geschmack VS Daten
Künstliche Intelligenz verändert den Zugang zum Kunstmarkt. Sie ermöglicht neue Formen der Analyse, macht Preisentwicklungen vergleichbar und legt Strukturen offen, die Orientierung schaffen. Als analytisches Instrument erweitert sie den professionellen Blick auf Märkte, Daten und Zusammenhänge. Ästhetische Entscheidungen lassen sich jedoch schwer berechnen. Qualität, Bedeutung und Resonanz entstehen im Zusammenspiel von Erfahrung, Kontext. Persönliche Haltung ist nicht quantifizierbar.
Prägende Entscheidungen des Kunstmarkts entstehen vorgelagert; im Moment des Urteils. Daten und mithin künstliche Intelligenz vermögen sie erst im Rückblick zu lesen und analysieren.
Die Entwicklung einer eigenen ästhetischen Position erfordert Sensibilität und bewusste Auseinandersetzung.
Æsthesis Studio setzt hier an - und verbindet analytische Präzision mit persönlichem Urteil als Grundlage für nachhaltige Entscheidungen. Es versteht sich als Raum, in dem dieses Spannungsfeld bewusst reflektiert wird.
Interdisziplinarität als ästhetische Haltung.
Æsthesis Studio versteht Kunst nicht als isolierte Disziplin, sondern als Teil eines größeren ästhetischen Zusammenhangs. Architektur, Design und Kunst werden hier nicht separiert, sondern als miteinander verwobene Ausdrucksformen gelesen, die sich gegenseitig prägen und erklären.
Diese Perspektive ist inspiriert von einem interdisziplinären Verständnis von Gestaltung, wie es Norman Foster beschreibt:
“All the individual pieces, they all have a relationship. For me they are not separate worlds. They fuse together. I find it impossible to separate the world of design, art objects, of paintings, sculpture and architecture.”
Æsthesis Studio arbeitet mit vier konzeptionellen Räumen, die unterschiedliche Ebenen ästhetischer Praxis verbinden: analytische Reflexion des Kunstmarkts, Design und Architektur als kultureller Resonanzraum der Kunst, eine kuratierte Ordnung von Büchern und Referenzen sowie ein sammlerorientierter Raum für Austausch und vertiefte Perspektiven.
Interdisziplinarität bedeutet hier nicht Vielstimmigkeit um ihrer selbst willen, sondern Kohärenz. Sie erlaubt es, künstlerische Positionen, räumliche Konzepte und gestalterische Entscheidungen im Zusammenhang zu betrachten - und Qualität als Ergebnis dieses Zusammenspiels zu verstehen. Langfristig ist Æsthesis Studio als Plattform angelegt, die über den digitalen Raum hinauswächst und physische Formate einschließt: Gespräche im Podcast, temporäre Räume und kollaborative Projekte.
Contributor
Meine Philosophie basiert auf einem interdisziplinären Hintergrund, der künstlerische Sensibilität, juristische Ausbildung und internationale kulturelle Kontexte miteinander verbindet. Eine frühe musikalische Ausbildung in einem internationalen Umfeld prägt bis heute seinen Blick auf Fragen von Kunst, Sensibilität und kultureller Praxis.
Berufliche Stationen in Deutschland, Italien und Österreich - in internationalen Organisationen ebenso wie in spezialisierten kulturellen und architektonischen Kontexten - haben mein Verständnis für institutionelle Zusammenhänge zwischen Marktstrukturen und kultureller Praxis geschärft.
Als Jurist mit Schwerpunkt im Kunstrecht und in der Kunstberatung arbeitete ich an der Schnittstelle von Sammlung, Institution und Markt. Analytisches Denken dient insofern nicht als abstraktes Raster, sondern als praktisches Instrument zur Einordnung komplexer Beziehungen. Die fortgesetzte Auseinandersetzung mit Musik - insbesondere dem Klavierspiel - bleibt ein konstanter kreativer Bezugspunkt.
Æsthesis Studio spiegelt diesen Ansatz wider.
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